Häufig gestellte Fragen zu PIN und elektronischer Gesundheitskarte

PIN aktivieren und deaktivieren

  • Wie können Versicherte NFDM und eMP nutzen? Versicherte müssen die Anwendungen bei ihrer Krankenkasse beantragen. Sie erhalten eine entsprechend ausgerüstete elektronischen Gesundheitskarte sowie begleitende Informationen und die zugehörige PIN und PUK von ihrer Krankenkasse.
  • Muss der Versicherte eine PIN für die Anwendungen nutzen? Nein, er kann sich bei jeder Anwendung entscheiden, ob er die PIN aktivieren oder deaktivieren möchte.
  • Gibt es für jede Anwendung eine eigene PIN? Nein, für eMP und NFDM wird dieselbe PIN verwendet, d.h. die selben 6 Ziffern.
  • Wie bzw. wo kann der Versicherte die PIN aktivieren/deaktivieren? Derzeit ist dies nur vor Ort in der Arztpraxis oder einer anderen Einrichtung möglich, die mit einem dafür vorgesehenen Kartenterminal ausgerüstet ist. In Zukunft sollen Versicherte dies aber auch über eine eigene App der Krankenkasse erledigen können.

PIN vergessen und PIN-Sperrung

  • Der Patient hat seine PIN vergessen und die eGK durch mehrfache PIN-Fehleingabe gesperrt. Was kann er jetzt tun? Eine gesperrte PIN kann durch Eingabe der von der Krankenkasse mitgelieferten PUK entsperrt werden.
  • Der Versicherte kennt die PIN oder PUK für seine eGK nicht. Was kann er tun? Er muss sich an seine Krankenkasse wenden, um eine neue eGK mit PIN und PUK zu erhalten.

Vertreter PIN

  • Was ist eine Vertreter-PIN und für welche Anwendung kann sie genutzt werden? Der Versicherte kann einem Vertreter eine eigene Vertreter-PIN einrichten. Mit dieser kann der Vertreter den eMP des Versicherten einer medizinischen Einrichtung oder einem Apotheker freigeben.
  • Kann die Vertreter-PIN auch für andere Anwendungen auf der eGK genutzt werden? Nein, andere Datensätze wie z.B. der Notfalldatensatz können mit der Vertreter-PIN nicht freigeschaltet werden.

Verlust der eGK

  • Was ist zu tun, wenn der Versicherte seine Karte verloren hat? Bei einem Kartenverlust muss der Versicherte sich an seine Krankenkasse wenden, um eine neue eGK zu erhalten.
  • Sind die Datensätze von NFDM und eMP dann auch auf der neuen Karte gespeichert? Nein, sie müssen neu auf der Karte gespeichert werden, möglichst von dem Arzt, der die Datensätze zuletzt aktualisiert und ggf. noch in seinem Verwaltungssystem gespeichert hat. Die Daten werden, außer auf der eGK des Versicherten, grundsätzlich nur im Verwaltungssystem der medizinischen Einrichtung gespeichert, in der die Datensätze angelegt oder aktualisiert wurden, nicht jedoch auf externen Servern oder bei der Krankenkasse.

Dateneinsicht des Versicherten

  • Kann der Versicherte seine NFDM- und eMP-Daten auf der eGK einsehen? Der Patient selbst kann nicht die eGK auslesen bzw. die Daten sehen, da dies derzeit nur mit einem Kartenterminal möglich ist. Um die Daten auf der eGK einsehen zu können, muss er eine medizinische Einrichtung mit Kartenterminal aufsuchen.
  • Welche Möglichkeiten hat der Versicherte zusätzlich, um seine NFDM- und eMP-Daten anzusehen? Er kann Kopien von eMP und NFDM in seiner elektronischen Patientenakte speichern lassen, die er über eine entsprechende App seiner Krankenkasse nutzen kann. Außerdem kann er einen Ausdruck seines eMP auf Papier erhalten.